Der Fußball-Wettskandal 2005

Sportwetten abzuschließen ist eine tolle und spannende Sache. Doch wer dabei betrügt und manipuliert, schädigt dem gesamten Milieu. Wir würden schließlich auch nicht versuchen, im Online Casino den Automaten zu betrügen – es gibt ausreichend Möglichkeiten, dass man zum Beispiel an Slots Freispiele herausholen kann, entweder durch Boni oder entsprechende Symbole im Spiel.  

Hier soll es aber nun um einen handfesten Skandal gehen, der damals die deutsche Fußballwelt erschütterte. Ein Skandal erster Klasse, in dem vor allem ein Schiedsrichter eine tragende Rolle spielte: Robert Hoyzer. Was ist da eigentlich passiert?

Erster Skandal in der Bundesliga um 1970

Es handelte sich jedenfalls nicht um den ersten großen Problemfall. Schon in der Saison 1970/71 wurde ein Komplott aufgedeckt, in dem mehr als fünfzig Spieler, zwei Trainer und Funktionäre in großem Stile der Manipulation beschuldigt und daraufhin bestraft worden sind. Viele Bundesligaspiele waren beteiligt, und die Ergebnisse somit absichtlich gefälscht bzw. herbeigeführt. Involviert waren hauptsächlich Beteiligte von Hertha BSC Berlin, VfB Stuttgart, FC Schalke 04, Eintracht Braunschweig, den Kickers Offenbach und Arminia Bielefeld.

Die Wettmanipulation um Robert Hoyzer

Die Manipulationen, die im Jahr 2005 bekannt wurden, gelten jedoch als noch größerer Skandal. Diesmal waren zwar keine Bundesligaspiele in den Betrug verwickelt, doch eine Menge Spiele der Zweiten Liga, der Regionalliga als auch Begegnungen beim DFB-Pokal. Eine Hauptfigur, um die sich die betrügerischen Spiele drehten, war der damalige Schiedsrichter Robert Hoyzer. Dieser wurde im Anschluss an die Untersuchungen zu einer Haftstrafe verurteilt. Zu Beginn erklärte der Berliner Hoyzer sich noch für unschuldig, entschied sich dann jedoch für ein umfassendes Geständnis. Im Zuge dessen wurde er neben der Haftstrafe vom DFB dazu verurteilt, niemals mehr als Trainer, Spieler oder Betreuer eine Position beim DFB bekleiden zu dürfen.

Wie der Betrug ans Licht kam

Aber wie kam es dazu, dass die Manipulationen überhaupt bekannt wurden? Am Anfang stand ein erster Verdacht gegen Hoyzer, der von Schiedsrichterkollegen ausging. Diesem wurde schließlich nachgegangen; und schon als die Vorwürfe im Raum standen, entschloss Hoyzer sich, sein Amt aufzugeben. Nachdem er erste Anklagepunkte bestritt, folgte schließlich das Geständnis. Daraufhin meldeten sich auch andere zu Wort, die Hinweise geben konnten, dass Hoyzer mit der Mafia aus Kroatien gemeinsame Sache gemacht habe. Nach und nach kamen die dubiosen Einzelheiten ans Licht und sorgten dafür, dass sich die Betrugsvorwürfe zu einem Skandal ausweiteten, den der Fußballbund bis dahin noch nicht kannte.

Neben Robert Hoyzer waren allerdings auch andere Schiedsrichter der 2. Bundesliga an den Manipulationen beteiligt. Eine große Rolle spielte dabei Dominik Marks, der in der 2. Liga als Schiedsrichter tätig war. Er wurde von Hoyzer angeklagt, diverse Spiele absichtlich falsch geleitet zu haben, um so das Ergebnis zu manipulieren. Auch hier steckte wohl eine Verbindung ins Ausland dahinter, wo Marks für sein Vorgehen Geld für seine Betrugsspiele bekam. Die Fußballbegegnungen, die – wie später ans Licht kam – manipuliert worden waren, wurden zu gegebenem Zeitpunkt wiederholt: ein Ärgernis nicht nur für Spieler und Verantwortliche, sondern auch für die zahlreichen Fans der Vereine.

Eine Aufgabe für die Zukunft

Immer wieder gibt es Schiedsrichter-Entscheidungen, über die Fans sich wundern. War das wirkliche eine rote Karte? Musste das denn ein Elfmeter sein? Aber natürlich steht nicht immer hinter einer scheinbar falschen Verwarnung eine Manipulation. Dennoch muss die Aufgabe des Fußballs lauten, sich das Vertrauen zurückzugewinnen und zu einem ehrlichen und aufrichtigen Sport zurückzukehren.

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